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Produzentenarena 2026

«Koch sucht Bauer, Bäuerin sucht Köchin».

Vor zehn Jahren haben wir von Public History damit gestartet, die Arbeit unseres Firmengründers Dominik Flammer mit Produzentenarenen unter dem Titel «Koch sucht Bauer, Bäuerin sucht Köchin» zu institutionalisieren. Dies, da es uns irgendwann schlicht nicht mehr möglich war, gemeinsam mit einzelnen Köchinnen oder Gastronomen auf Produzenten-Besuch zu gehen. Begonnen hat alles 2016 in Zürich mit einem einzigartigen Auftakt unter dem Titel «Koch sucht Gmüesler». Seither haben wir selbst mehr als 80 Produzentenarenen organisiert oder koordiniert und immer auch moderiert. Und mit einigen der spannendesten Produzenten und Produzentinnen jeder Region, von der Schnapsbrennerin über den Kartoffelbauern, vom Kürbisanbauer bis zur Biobäckerin.

Mittlerweile sind die Produzentenarenen eine Institution geworden und weitum bekannt. Drei Köchinnen/Köche und drei Produzentinnen/Produzenten stehen auf der Bühne und tauschen sich über verschiedenen Herausforderungen, gelungene Zusammenarbeiten und vielversprechende Entdeckungen aus. Im Publikum sitzen bis zu 130 weiter Köchinnen und Produzenten, welche nach der Podiumsdiskussion das Wort ergreifen können. Was suchen sie, was bieten sie? Es entsteht ein regelrechtes Marktfeeling, bei welchem gute Gespräche geführt und spannende Kontakte geknüpft werden.

Wer Lebensmittel produziert, hat oft nicht die Zeit, sich um den Absatz zu kümmern. Wer Lebensmittel verarbeitet, ist dagegen immer froh um neue, spannende Quellen für regionale Produkte. Das betrifft Gastro und Gewerbe gleichermassen.
Mit der Produzenten-Arena bieten wir eine Plattform für den Austausch. Hier sucht der Bauer nicht eine Frau, sondern eine Köchin oder einen Koch, hier sucht die Gärtnerin jemanden mit Ideen, um aus frischer Ware haltbare, hochwertige Produkte zu machen. Darüber hinaus entdecken wir zusammen Ideen, um unsere gemeinsamen Ziele auf Dauer mit weniger Anstrengung zu erreichen und damit die Produktion in der Region zu stärken.

Hauptsponsor

Tickets BERN

Die Podiumsteilnehmenden werden bald präsentiert.

Unterstützer

Produzent:innen im Podium

Simon Apothéloz

Restaurant Olympia, Bern

Simon Apothéloz kochte sich mit seiner «Eisblume» in Worb auf 17 GaultMillau-Punkte und wurde 2018 zum Aufsteiger des Jahres gekürt. Dann folgte eine mehrjährige Pause. 2023 eröffnete er gemeinsam mit Rahel Jost und Marco Belz das Olympia im Berner Breitenrainquartier – und GaultMillau zeichnete es 2026 als POP des Jahres aus. Die Küche denkt wie ein Bistro, arbeitet handwerklich auf Spitzenniveau: Forelle aus Rubigen, Spargeln aus Vechigen, Second Cuts vom Grill. Vier, fünf Komponenten. «Gutes Essen, gute Getränke. Nicht mehr, nicht weniger.»

Alain Feer

Boutique Hotel Schloss Hünigen, Konolfingen

Alain Feer und seine Küchenchefin Eiline Filanderakis prägen die Küche des Boutique Hotel Schloss Hünigen mit einer klaren Handschrift. Sie ist eine der konsequentesten Regionalküchen im Bernbiet. Weideschweine vom Biohof nebenan, Gemüse von Betrieben, die man mit Namen kennt, kein Olivenöl aus dem Grosshandel. Zwei Köche, eine Haltung. Die Küche denkt wie Bistronomie, arbeitet aber mit der Sorgfalt eines Hauses, das seine Lieferanten nicht aus dem Katalog, sondern vom Wattenwilmärit kennt.

Florian Mainzger

Kaiserhaus, Bern

Florian Mainzger war jahrelang Executive Chef im Arosa Kulm, wo er das Restaurant La Vetta mit einem Michelin-Stern und 15 GaultMillau-Punkten führte. 2026 wechselte er ins Berner Kaiserhaus, das mit Brasserie, Deli und Listening-Bar an der Marktgasse 37 auf einen Schlag drei Konzepte lancierte. Als kulinarischer Direktor lebt er dort den Manufaktur-Gedanken: Sauerteigbrot aus der hauseigenen Backstube, Bratwurst vom Aaretaler Duroc-Schwein ohne Pökelsalz, Fleisch aus ganzen Tieren. Klassiker, die viele kennen – mit viel Know How zubereitet.

Aline Gerber

Hof am Stutz, Kaufdorf (Poulet / Eier)

Ein Karton voller Mastküken, die nach einer Schulausstellung nicht mehr in ihre Herde zurückdurften — das war der Anfang. Aline Gerber nahm sie mit, ein alter Hühnerstall stand leer. Die Küken gediehen, ihr Fleisch überzeugte, und aus der Notlösung wurde ein Konzept: die «Häppi Tschigg’s». Heute steht auf dem Hof am Stutz im Gürbetal ein eigens entworfener Pouletstall mit Weidehaltung, in dem die Tiere in kleinen Gruppen aufwachsen — mit Tierwohl-Standards über dem gesetzlichen Minimum. Dazu Freilandeier, im Sommer Beeren und Wassermelonen, alles direkt ab Hof oder per Hauslieferung. Aline Gerber hat Agronomie an der Fachhochschule Zollikofen studiert und führt den Betrieb gemeinsam mit ihrem Mann Christoph Messerli, der den Hof 2013 von seinen Eltern übernahm.

Marina Staub

Staubhof, Belpberg (Mais / Tortilla)

Marina und Roger Staub bewirtschaften den Staubhof auf dem Belpberg in vierter Generation. Seit 2016 engagieren sie sich in Zusammenarbeit mit dem Verein Landmais für den Erhalt alter Maissorten – grün, lila, intensiv im Geschmack, herbizidfreier Anbau. Der Mais wird auf dem Hof mit einer selbst gebauten Steinmühle zu Polenta, Mehl und Maispops verarbeitet. Daneben halten sie Zuchtschweine nach IP-Suisse-Richtlinien und bauen Saatkartoffeln an. Slow Food Bern zeichnete den Betrieb 2026 aus. Marina Staub hat neben dem Fachausweis Bäuerin auch eine Lehrerbildung und eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen.

Pablo Bobrik

Le Traiteur Biopunx, Nidau (Mate)

Pablo Bobrik ist schweizerisch-argentinischer Doppelbürger, aufgewachsen zwischen beiden Kulturen. Nach einer Kochlehre im Hotel Bern folgten ausgedehnte Reisen durch Argentinien, Stationen in verschiedenen Restaurants und die Leitung der Jugendherberge Solothurn. Seit 2001 betreibt er unter dem Namen Biberevents ein Bio-Catering in der Region Bern/Biel. Die Küche verbindet argentinische Spezialitäten – Asado, Choripan mit Chimichurri – mit saisonalen, lokalen Bio-Produkten. Unter dem Label Biopunx produziert er eigene Saucen, Senf, Tapenaden und argentinischen Yerba Mate.
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